Konfessionsübergreifender Religionsunterricht

Beschlussvorschlag

Wir Jungen Liberalen Rhein-Erft fordern, den Religionsunterricht im Land Nordrhein-Westfalen und Bundesweit zukünftig konfessionsübergreifend durchzuführen. Das bedeutet für uns, dass der Klassenverband nicht getrennt nach Konfessionen unterrichtet wird, sondern ein einheitliches Fach Religionslehre (Alternativ: Religionslehre und Philosophie) angeboten wird. Hierin sollen gleichmäßig der Inhalt und die Theorie der großen Weltreligionen, der wesentlichen philosophischen Denkrichtungen sowie Agnostizismus und Atheismus gelehrt werden.

Begründung

Die Beschäftigung mit spirituellen Denkmustern und religiöser und philosophischer Theorie gehört zu einer vollumfänglichen Bildung dazu. Gleichzeitig birgt das getrennte Unterrichten unterschiedlicher Religionen das Risiko von einseitigen Betrachtungsweisen. Kindern und Jugendlichen soll ermöglicht werden, eigene spirituelle Ansätze und philosophische Denkmuster zu entwickeln bzw. diese bewusst abzulehnen. Das ist nur dann möglich, wenn zumindest die wesentlichen Strömungen und Weltreligionen gleichberechtigt dargestellt werden. Konfessionsübergreifender Religionsunterricht führt außerdem dazu, sich mit Gläubigen anderer Religionen auseinandersetzen zu müssen und stärkt den Klassenverband, indem die Trennung nach Konfessionen für diesen einzelnen Unterricht abgeschafft wird.